Aktuelle Nachrichten

Telematik­infrastruktur: Frist für Anbindung von Praxen und Kliniken verlängert

Berlin – Die Anbindung aller Arzt- und Psychotherapeutenpraxen und Krankenhäuser an die Telematikinfrastruktur (TI) wird um ein halbes Jahr auf den 31. Dezember 2018 verschoben. Das hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) heute auf Anfrage des Deutschen Ärzteblattes offiziell bestätigt. Das Vorhaben muss damit nicht mehr wie bisher vorgesehen zum 1. Juli 2018 abgeschlossen sein.

Quelle und weiter: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/77117/Telematikinfrastruktur-Frist-fuer-Anbindung-von-Praxen-und-Kliniken-verlaengert , 20.07.17

11.02.2018

Kostenerstattung bei Einführung der Telematik Infrastruktur (TI) durch KVBB soll unkompliziert laufen

Das Thema stand auch bei der letzten Vertreterversammlung am 24. November auf der Agenda. Die Einführung stand im Mittelpunkt desBerichts des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der KVBB Holger Rostek. Dieser kündigte eine unbürokratische Online- Lösung an für alle an, die die TI in ihrer Praxis installiert haben und die Erstattung dieser Kosten beantragen wollen.Im DatenNerv werde es im geschützten Bereich dafür ein Formular geben, in das nur noch das Datum der Inbetriebnahme der TI eingetragen werden müsse. Dann könne es mit einem weiteren Klick an die KVBB geschickt werden. So sollen Ärzte und Psychotherapeuten unkompliziert und schnell an ihre Rückerstattungen kommen, unterstrich Herr Rostek.

Quelle: https://www.kvbb.de/fileadmin/kvbb/dam/presse/kvintern/2017/12-2017_kv-intern.pdf

11.02.2018

Neue Übersicht bvvp Dienstleistungen und FAQs Telematik-Infrastruktur

Die ausführliche Übersicht der bvvp-Dienstleistungsangebote nur für unsere Mitglieder liegt im internen Bereich der bvvp Bundes-Homepage für Sie bereit und wurde Ihnen auch per Mail zugesendet! Auch dieses Jahr erhalten Mitglieder wieder vielfältige Vergünstigungen von Autokauf und Büromaterial bis hin zu Reisen und Versicherungen.

Zusätzlich erhalten Sie eine detaillierte Information zu der Telematikinfrastruktur (TI). Akuten Handlungsbedarf bezüglich der TI sieht der bvvp derzeit noch nicht. Voraussichtlich kann Ihnen Ihr Berufsverband bereits Ende Februar einen Rahmenvertrag zur Telematikinfrastruktur vorlegen.

Sobald es Neuigkeiten gibt, erhalten Sie entsprechende Informationen umgehend von Ihrem bvvp - Bundesverband.

Aktuelle Informationen finden Sie im internen Bereich Ihrer Bundeshomepage! Ihre Zugangsdaten können Sie jederzeit unter anfordern.

10.02.2018

Eine neue mobile Anwendung für Smartphone und Tablet soll den Kontakt zu Brandenburger Selbsthilfegruppen erleichtern.

Um die Vielfalt von Selbsthilfeangeboten aufzuzeigen und einen einfachen Zugang zu diesen zu ermöglichen,wurde eine App entwickelt, die am 17. Janua im Cottbusser Carl-Thiem-Klinikum vorgestellt wurde.

Die Themenbereiche der über 130 Lausitzer Selbsthilfegruppen sind dabei sehr vielfältig. Das Angebot reicht von ADS bis Zöliakie Dass so eine App Erfolg haben kann, hat bereits Potsdam vorgemacht. Seit der vergangenen Sommer gibt es dort eine vergleichbare Anwendung. Dabei war das Unternehmen Media Foundation sowohl für die Programmierung der Potsdamer, als auch der Lausitzer App zuständig. Gefördert wurde das Projekt von der Techniker Krankenkasse.

Das langfristige Ziel sei, vergleichbare Apps bundesweit anzubieten. In Arbeit sind bereits Anwendungen für die Regionen Frankfurt (Oder), Prignitz und Potsdam-Mittelmark.

Quelle: https://www.lr-online.de/lausitz/cottbus/per-app-zur-selbsthilfe_aid-7075620

10.02.2018

Honorarverteilungsmaßstab in Brandenburg zum 1. Januar geändert

Aufgrund von Forderungen der Krankenkassen wurden die förderungswürdigen Leistungen in punkto Auswahl und Preisgestaltung angepasst. Sie stehen noch unter dem Vorbehalt, dass die Krankenkassen in diesem Jahr die entsprechenden Gelder zur Verfügung stellen. Das betrifft insbesondere die psychotherapeutische Versorgung: Streichung der Zuschläge zu den Psychotherapeutischen Gesprächen nach GOP 22220 bzw. 23220 EBM und Streichung der Zuschläge zu den Berichten gemäß den GOP 35130, 35131 EBM.

Quelle: https://www.kvbb.de/fileadmin/kvbb/dam/presse/kvintern/2018/01-2018_kv-intern.pdf

09.02.2018

Neue elektronische Gesundheitskarten

Versichertenkarten der neuen Generation zur elektronischen Lesbarkeit können von den Lesegeräten nicht mehr identifiziert werden. Es erscheinen Fehlermeldungen wie „Karte nicht lesbar“ oder „Karte ungültig“. Die KV Hessen hat hierüber in ihren Rundschreiben vom 18. und 19.9.17 informiert. In diesem Fall können Sie in Ihrer Abrechnungssoftware das Ersatzverfahren durchführen, indem sie manuell die erforderlichen Versichertendaten eingeben. Sie können aber auch ein Update durchführen (Kosten ca. 50 € einschl. Mehrwertsteuer), das die Hersteller der Lesegeräte bereithalten. Die Lesegeräte werden über eine Firmware in die Lage versetzt, auch die Gesundheitskarten der neuen Generation zu lesen.

Quelle: bvvp Online-Newsletter, Ausgabe 1/18, 12.01.2018

09.02.2018

Reform des Psychotherapeutengesetzes sollte in dieser Legislaturperiodeverabschiedet werden

31. Deutscher Psychotherapeutentag im vergangenen November in Berlin

Der 31. Deutsche Psychotherapeutentag (DPT) forderte den Deutschen Bundestag auf, die Reform des Psychotherapeutengesetzes noch in dieser endlich zu verabschieden. In einer intensiven Debatte befasste sich der DPT am 18. November 2017 in Berlin außerdem mit den gesellschaftlichen Veränderungen infolge der Digitalisierung und deren Konsequenzen für die psychotherapeutische Versorgung. Die Delegierten appellierten an eine künftige Bundesregierung darüber hinaus, sich für eine Verbesserung der Versorgung psychisch kranker Menschen im ambulanten, stationären und sektorenübergreifenden Bereich einzusetzen. Die Delegierten forderten schließlich nachdrücklich eine angemessene Vergütung psychotherapeutischer Leistungen.

Quelle und weiter: http://www.bptk.de/aktuell/einzelseite/artikel/reform-des-p-1.html , 04.12.17

09.02.2018

Reform der Psychotherapeutenausbildung: Medizinische Fachgesellschaften lehnen Arbeitsentwurf ab

Berlin – Drei medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften lehnen in einer aktuellen Stellungnahme den vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) vorgelegten Arbeitsentwurf zur Reform der Psychotherapeutenausbildung ab. Würde der Entwurf so umgesetzt „wird die Versorgungsqualität gefährdet und somit die Patientensicherheit“, schreiben die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM), die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) sowie die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN.

Quelle und weiter: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/87012/Reform-der-Psychotherapeutenausbildung-Medizinische-Fachgesellschaften-lehnen-Arbeitsentwurf-ab

07.02.2018


Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie (WBP) hat der Humanistischen Psychotherapie keine wissenschaftliche Anerkennung zugesprochen

Nach 6 Jahren Bearbeitungszeit hat der WBP diese Entscheidung gefällt, weil die durch den Beirat selbst genannten Kriterien für ein einheitliches Psychotherapieverfahren bei der Humanistischen Psychotherapie nicht erfüllt seien. Entscheidungsrelevante Studien sind entgegen den Bekundungen der Studienautoren vom WBP nicht der Humanistischen Psychotherapie sondern der Verhaltenstherapie zugeordnet worden, sodass für den Störungsbereich Angst- und Zwangsstörungen die Wirksamkeitsnachweise nicht ausreichten.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Der bvvp hält die Instanz des Wissenschaftlichen Beirats grundsätzlich für wichtig und erforderlich und damit auch dessen Aufgabe, Psychotherapieverfahren und -methoden auf ihre wissenschaftliche Fundierung zu überprüfen und deren Eignung für die Psychotherapeutenausbildung zu bewerten. Als problematisch und dringend korrekturbedürftig sehen wir jedoch die Fülle der Kriterien an, deren Erfüllung und Überprüfung Jahre in Anspruch nimmt. Zudem erscheinen sie für den Untersuchungsgegenstand Psychotherapie nicht angebracht. Bei der personellen Zusammensetzung des WBP müsste mehr darauf geachtet werden, dass sich die Pluralität der Verfahrenszugänge hinreichend widerspiegelt.

Der bvvp bedauert die Entscheidung des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie geht sie doch einen Schritt weg von der Verfahrensvielfalt in der Psychotherapie, die in der Versorgung der Patientinnen gebraucht wird. Unterschiedliche Zugänge zum Psychischen können am ehesten den unterschiedlichen Patientenpersönlichkeiten gerecht werden. Sie gestatten, eine individuell zugeschnittene Passung zwischen Patientin, Psychotherapeutin und Psychotherapieverfahren zu erreichen. Die zahlreichen Anregungen, die die Methoden der Humanistischen Psychotherapie zur Ausgestaltung des therapeutischen Prozesses zu bieten haben, werden nun bis auf Weiteres in der ambulanten psychotherapeutischen Patientenversorgung weitgehend ungenutzt bleiben.

Der bvvp hofft, dass wie vom Deutschen Psychotherapeutentag beschlossen, mit der Ausbildungsreform die 4 Grundorientierungen im zukünftigen Psychotherapiestudium gleichberechtigt und mit Strukturqualität gelehrt werden. Damit kann dann hoffentlich auch an den Universitäten wieder die ganze Bandbreite der wissenschaftlich fundierten Psychotherapie beforscht werden.

Wir werden aus gegebenem Anlass den Schwerpunkt in Heft 3/2018 unseres Magazins Projekt Psychotherapie der Humanistischen Psychotherapie widmen und dort differenziert zu der Entscheidung des WBP und den Hintergründen Stellung nehmen.

06.02.2018

TI: Praxisausweis in Brandenburg nun lieferbar!

Ab sofort können Sie Ihren Praxisausweis (SMC-B) bei der Bundesdruckerei bestellen, das teilt die KV Brandenbrg mit. Weitere Anbieter (medisign und T-Systems) werden folgen. Sie müssen Ihren Ausweis direkt bei dem Kartenanbieter bestellen (nicht bei der KV). Dieser sendet Ihnen die Karte dann direkt in Ihre Praxis. Bitte beachten Sie, dass es mindestens zehn Werktage dauert, bis Sie den funktionsfähigen Praxisausweis in Ihrer Praxis zur Verfügung haben. Dieser ist zwingend notwendig, um sich an die Telematikinfrastruktur (TI) erfolgreich anzubinden.

Quelle: https://www.kvbb.de/fileadmin/kvbb/dam/presse/kvintern/2017/12-2017_kv-intern.pdf

10.04.2017

Beschluss zur Vergütung

Gerade noch rechtzeitig kurz vor Inkrafttreten der neuen Psychotherapie-Richtlinie am 1. April hat der Erweitere Bewertungsausschuss am 29. März, seinen Beschluss gefasst zur Vergütung der neuen Leistungen Psychotherapeutische Sprechstunde und Akutbehandlung.

Im Bewertungsausschuss sitzen Vertreter der Kassen und der KBV in gleicher Zahl. Können sich diese nicht einigen, wird der Erweiterte Bewertungsausschuss angerufen, mit zwei Unparteiischen und dem Vorsitzenden Professor Wasem, seines Zeichens Gesundheitsökonom. Diese Anrufung war wieder mal erforderlich, da sich die Vorstellungen der beiden Seiten erheblich unterschieden.

Das Ergebnis ist auf ganzer Linie eine Enttäuschung für die PsychotherapeutInnen! Es kam durch eine Mehrheit der Stimmen der Krankenkassen und den Stimmen von zwei der Unparteiischen zustande.

Sprechstunde und Akutbehandlung werden beide in gleicher Höhe, aber etwas geringer als die genehmigungspflichtige Psychotherapie vergütet. Für jeweils 25 Minuten sind 406 Punkte ausgehandelt, was einem derzeitigen Eurobetrag von 42,75 € entspricht. Im Vergleich dazu die genehmigungspflichtige Einzelsitzung: Hier bringen 50 Minuten derzeit mit 841 Punkten 88,56 €. Die beiden neuen Leistungen erbringen je 50 Minuten dann 85,50 €, also 3,5 % weniger.

Für das Gelingen der Strukturreform und für die Zielsetzung der schnelleren Sichtung und Versorgung von Patienten wäre ein Anreiz deutlich oberhalb der genehmigungspflichtigen Psychotherapie dringend erforderlich gewesen! Positiv zu werten ist allerdings, dass auch die neuen Leistungen zuschlagsberechtigt sind und mitzählen zum Schwellenwert, ab dem die Strukturzuschläge hinzugefügt werden

Eine große Enttäuschung ist es hingegen, dass die Zuschläge nicht abgeschafft wurden. Es wird also weiterhin erst ab einem bestimmten Auslastungsgrad ein Zuschlag für die Beschäftigung von Personal bezahlt.

Für die Probatorik hat sich im neuen Beschluss nichts verändert. Die KBV fordert weiterhin einen höheren Preis und den Einbezug in die Zuschlagssystematik.

Es gibt noch eine erfreuliche Nebenwirkung des Beschlusses, auf den sich beide Seiten schon vor dem 29.3. geeinigt hatten: Die Gesprächsziffern der Kapitel 22 und 23 werden ausbudgetiert, d.h. sie werden für unbestimmte Zeit (vermutlich 2 Jahre) nun in allen KVen zu 100% vergütet und nicht mehr quotiert. In den meisten KVen betrug die Quotierung ca. 80%.

Wie geht es nun weiter?

Das Bundesministerium für Gesundheit hat nun vier Wochen Zeit den Beschluss zu beanstanden. Es wird nicht nur wichtig sein, dass die Verbände hier Eingaben machen, sondern auch, dass es Proteste aus der Psychotherapeutenschaft gibt. Wir werden dazu in den nächsten Tagen informieren, welche Aktionen sich die Verbände gemeinsam überlegen und hoffen dann auf Ihre Unterstützung.

Außerdem hat die KBV bereits angekündigt, dass sie gegen den Beschluss in der jetzigen Form klagen wird. Das wäre eine Premiere, wenn wir gemeinsam mit unserer Vertretung auf Bundesebene vor Gericht ziehen würden!

Quelle: Ulrike Böker, Jürgen Doebert, bvvp, 29.03.17