Nachrichtenarchiv

 

11.02.2018

Kostenerstattung bei Einführung der Telematik Infrastruktur (TI) durch KVBB soll unkompliziert laufen

Das Thema stand auch bei der letzten Vertreterversammlung am 24. November auf der Agenda. Die Einführung stand im Mittelpunkt desBerichts des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der KVBB Holger Rostek. Dieser kündigte eine unbürokratische Online- Lösung an für alle an, die die TI in ihrer Praxis installiert haben und die Erstattung dieser Kosten beantragen wollen.Im DatenNerv werde es im geschützten Bereich dafür ein Formular geben, in das nur noch das Datum der Inbetriebnahme der TI eingetragen werden müsse. Dann könne es mit einem weiteren Klick an die KVBB geschickt werden. So sollen Ärzte und Psychotherapeuten unkompliziert und schnell an ihre Rückerstattungen kommen, unterstrich Herr Rostek.

Quelle: https://www.kvbb.de/fileadmin/kvbb/dam/presse/kvintern/2017/12-2017_kv-intern.pdf

11.02.2018

Neue Übersicht bvvp Dienstleistungen und FAQs Telematik-Infrastruktur

Die ausführliche Übersicht der bvvp-Dienstleistungsangebote nur für unsere Mitglieder liegt im internen Bereich der bvvp Bundes-Homepage für Sie bereit und wurde Ihnen auch per Mail zugesendet! Auch dieses Jahr erhalten Mitglieder wieder vielfältige Vergünstigungen von Autokauf und Büromaterial bis hin zu Reisen und Versicherungen.

Zusätzlich erhalten Sie eine detaillierte Information zu der Telematikinfrastruktur (TI). Akuten Handlungsbedarf bezüglich der TI sieht der bvvp derzeit noch nicht. Voraussichtlich kann Ihnen Ihr Berufsverband bereits Ende Februar einen Rahmenvertrag zur Telematikinfrastruktur vorlegen.

Sobald es Neuigkeiten gibt, erhalten Sie entsprechende Informationen umgehend von Ihrem bvvp - Bundesverband.

Aktuelle Informationen finden Sie im internen Bereich Ihrer Bundeshomepage! Ihre Zugangsdaten können Sie jederzeit unter anfordern.

10.02.2018

Eine neue mobile Anwendung für Smartphone und Tablet soll den Kontakt zu Brandenburger Selbsthilfegruppen erleichtern.

Um die Vielfalt von Selbsthilfeangeboten aufzuzeigen und einen einfachen Zugang zu diesen zu ermöglichen,wurde eine App entwickelt, die am 17. Janua im Cottbusser Carl-Thiem-Klinikum vorgestellt wurde.

Die Themenbereiche der über 130 Lausitzer Selbsthilfegruppen sind dabei sehr vielfältig. Das Angebot reicht von ADS bis Zöliakie Dass so eine App Erfolg haben kann, hat bereits Potsdam vorgemacht. Seit der vergangenen Sommer gibt es dort eine vergleichbare Anwendung. Dabei war das Unternehmen Media Foundation sowohl für die Programmierung der Potsdamer, als auch der Lausitzer App zuständig. Gefördert wurde das Projekt von der Techniker Krankenkasse.

Das langfristige Ziel sei, vergleichbare Apps bundesweit anzubieten. In Arbeit sind bereits Anwendungen für die Regionen Frankfurt (Oder), Prignitz und Potsdam-Mittelmark.

Quelle: https://www.lr-online.de/lausitz/cottbus/per-app-zur-selbsthilfe_aid-7075620

10.02.2018

Honorarverteilungsmaßstab in Brandenburg zum 1. Januar geändert

Aufgrund von Forderungen der Krankenkassen wurden die förderungswürdigen Leistungen in punkto Auswahl und Preisgestaltung angepasst. Sie stehen noch unter dem Vorbehalt, dass die Krankenkassen in diesem Jahr die entsprechenden Gelder zur Verfügung stellen. Das betrifft insbesondere die psychotherapeutische Versorgung: Streichung der Zuschläge zu den Psychotherapeutischen Gesprächen nach GOP 22220 bzw. 23220 EBM und Streichung der Zuschläge zu den Berichten gemäß den GOP 35130, 35131 EBM.

Quelle: https://www.kvbb.de/fileadmin/kvbb/dam/presse/kvintern/2018/01-2018_kv-intern.pdf

09.02.2018

Neue elektronische Gesundheitskarten

Versichertenkarten der neuen Generation zur elektronischen Lesbarkeit können von den Lesegeräten nicht mehr identifiziert werden. Es erscheinen Fehlermeldungen wie „Karte nicht lesbar“ oder „Karte ungültig“. Die KV Hessen hat hierüber in ihren Rundschreiben vom 18. und 19.9.17 informiert. In diesem Fall können Sie in Ihrer Abrechnungssoftware das Ersatzverfahren durchführen, indem sie manuell die erforderlichen Versichertendaten eingeben. Sie können aber auch ein Update durchführen (Kosten ca. 50 € einschl. Mehrwertsteuer), das die Hersteller der Lesegeräte bereithalten. Die Lesegeräte werden über eine Firmware in die Lage versetzt, auch die Gesundheitskarten der neuen Generation zu lesen.

Quelle: bvvp Online-Newsletter, Ausgabe 1/18, 12.01.2018

09.02.2018

Reform des Psychotherapeutengesetzes sollte in dieser Legislaturperiodeverabschiedet werden

31. Deutscher Psychotherapeutentag im vergangenen November in Berlin

Der 31. Deutsche Psychotherapeutentag (DPT) forderte den Deutschen Bundestag auf, die Reform des Psychotherapeutengesetzes noch in dieser endlich zu verabschieden. In einer intensiven Debatte befasste sich der DPT am 18. November 2017 in Berlin außerdem mit den gesellschaftlichen Veränderungen infolge der Digitalisierung und deren Konsequenzen für die psychotherapeutische Versorgung. Die Delegierten appellierten an eine künftige Bundesregierung darüber hinaus, sich für eine Verbesserung der Versorgung psychisch kranker Menschen im ambulanten, stationären und sektorenübergreifenden Bereich einzusetzen. Die Delegierten forderten schließlich nachdrücklich eine angemessene Vergütung psychotherapeutischer Leistungen.

Quelle und weiter: http://www.bptk.de/aktuell/einzelseite/artikel/reform-des-p-1.html , 04.12.17

09.02.2018

Reform der Psychotherapeutenausbildung: Medizinische Fachgesellschaften lehnen Arbeitsentwurf ab

Berlin – Drei medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften lehnen in einer aktuellen Stellungnahme den vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) vorgelegten Arbeitsentwurf zur Reform der Psychotherapeutenausbildung ab. Würde der Entwurf so umgesetzt „wird die Versorgungsqualität gefährdet und somit die Patientensicherheit“, schreiben die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM), die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) sowie die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN.

Quelle und weiter: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/87012/Reform-der-Psychotherapeutenausbildung-Medizinische-Fachgesellschaften-lehnen-Arbeitsentwurf-ab

07.02.2018


Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie (WBP) hat der Humanistischen Psychotherapie keine wissenschaftliche Anerkennung zugesprochen

Nach 6 Jahren Bearbeitungszeit hat der WBP diese Entscheidung gefällt, weil die durch den Beirat selbst genannten Kriterien für ein einheitliches Psychotherapieverfahren bei der Humanistischen Psychotherapie nicht erfüllt seien. Entscheidungsrelevante Studien sind entgegen den Bekundungen der Studienautoren vom WBP nicht der Humanistischen Psychotherapie sondern der Verhaltenstherapie zugeordnet worden, sodass für den Störungsbereich Angst- und Zwangsstörungen die Wirksamkeitsnachweise nicht ausreichten.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Der bvvp hält die Instanz des Wissenschaftlichen Beirats grundsätzlich für wichtig und erforderlich und damit auch dessen Aufgabe, Psychotherapieverfahren und -methoden auf ihre wissenschaftliche Fundierung zu überprüfen und deren Eignung für die Psychotherapeutenausbildung zu bewerten. Als problematisch und dringend korrekturbedürftig sehen wir jedoch die Fülle der Kriterien an, deren Erfüllung und Überprüfung Jahre in Anspruch nimmt. Zudem erscheinen sie für den Untersuchungsgegenstand Psychotherapie nicht angebracht. Bei der personellen Zusammensetzung des WBP müsste mehr darauf geachtet werden, dass sich die Pluralität der Verfahrenszugänge hinreichend widerspiegelt.

Der bvvp bedauert die Entscheidung des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie geht sie doch einen Schritt weg von der Verfahrensvielfalt in der Psychotherapie, die in der Versorgung der Patientinnen gebraucht wird. Unterschiedliche Zugänge zum Psychischen können am ehesten den unterschiedlichen Patientenpersönlichkeiten gerecht werden. Sie gestatten, eine individuell zugeschnittene Passung zwischen Patientin, Psychotherapeutin und Psychotherapieverfahren zu erreichen. Die zahlreichen Anregungen, die die Methoden der Humanistischen Psychotherapie zur Ausgestaltung des therapeutischen Prozesses zu bieten haben, werden nun bis auf Weiteres in der ambulanten psychotherapeutischen Patientenversorgung weitgehend ungenutzt bleiben.

Der bvvp hofft, dass wie vom Deutschen Psychotherapeutentag beschlossen, mit der Ausbildungsreform die 4 Grundorientierungen im zukünftigen Psychotherapiestudium gleichberechtigt und mit Strukturqualität gelehrt werden. Damit kann dann hoffentlich auch an den Universitäten wieder die ganze Bandbreite der wissenschaftlich fundierten Psychotherapie beforscht werden.

Wir werden aus gegebenem Anlass den Schwerpunkt in Heft 3/2018 unseres Magazins Projekt Psychotherapie der Humanistischen Psychotherapie widmen und dort differenziert zu der Entscheidung des WBP und den Hintergründen Stellung nehmen.

06.02.2018

TI: Praxisausweis in Brandenburg nun lieferbar!

Ab sofort können Sie Ihren Praxisausweis (SMC-B) bei der Bundesdruckerei bestellen, das teilt die KV Brandenbrg mit. Weitere Anbieter (medisign und T-Systems) werden folgen. Sie müssen Ihren Ausweis direkt bei dem Kartenanbieter bestellen (nicht bei der KV). Dieser sendet Ihnen die Karte dann direkt in Ihre Praxis. Bitte beachten Sie, dass es mindestens zehn Werktage dauert, bis Sie den funktionsfähigen Praxisausweis in Ihrer Praxis zur Verfügung haben. Dieser ist zwingend notwendig, um sich an die Telematikinfrastruktur (TI) erfolgreich anzubinden.

Quelle: https://www.kvbb.de/fileadmin/kvbb/dam/presse/kvintern/2017/12-2017_kv-intern.pdf

10.04.2017

Beschluss zur Vergütung

Gerade noch rechtzeitig kurz vor Inkrafttreten der neuen Psychotherapie-Richtlinie am 1. April hat der Erweitere Bewertungsausschuss am 29. März, seinen Beschluss gefasst zur Vergütung der neuen Leistungen Psychotherapeutische Sprechstunde und Akutbehandlung.

Im Bewertungsausschuss sitzen Vertreter der Kassen und der KBV in gleicher Zahl. Können sich diese nicht einigen, wird der Erweiterte Bewertungsausschuss angerufen, mit zwei Unparteiischen und dem Vorsitzenden Professor Wasem, seines Zeichens Gesundheitsökonom. Diese Anrufung war wieder mal erforderlich, da sich die Vorstellungen der beiden Seiten erheblich unterschieden.

Das Ergebnis ist auf ganzer Linie eine Enttäuschung für die PsychotherapeutInnen! Es kam durch eine Mehrheit der Stimmen der Krankenkassen und den Stimmen von zwei der Unparteiischen zustande.

Sprechstunde und Akutbehandlung werden beide in gleicher Höhe, aber etwas geringer als die genehmigungspflichtige Psychotherapie vergütet. Für jeweils 25 Minuten sind 406 Punkte ausgehandelt, was einem derzeitigen Eurobetrag von 42,75 € entspricht. Im Vergleich dazu die genehmigungspflichtige Einzelsitzung: Hier bringen 50 Minuten derzeit mit 841 Punkten 88,56 €. Die beiden neuen Leistungen erbringen je 50 Minuten dann 85,50 €, also 3,5 % weniger.

Für das Gelingen der Strukturreform und für die Zielsetzung der schnelleren Sichtung und Versorgung von Patienten wäre ein Anreiz deutlich oberhalb der genehmigungspflichtigen Psychotherapie dringend erforderlich gewesen! Positiv zu werten ist allerdings, dass auch die neuen Leistungen zuschlagsberechtigt sind und mitzählen zum Schwellenwert, ab dem die Strukturzuschläge hinzugefügt werden

Eine große Enttäuschung ist es hingegen, dass die Zuschläge nicht abgeschafft wurden. Es wird also weiterhin erst ab einem bestimmten Auslastungsgrad ein Zuschlag für die Beschäftigung von Personal bezahlt.

Für die Probatorik hat sich im neuen Beschluss nichts verändert. Die KBV fordert weiterhin einen höheren Preis und den Einbezug in die Zuschlagssystematik.

Es gibt noch eine erfreuliche Nebenwirkung des Beschlusses, auf den sich beide Seiten schon vor dem 29.3. geeinigt hatten: Die Gesprächsziffern der Kapitel 22 und 23 werden ausbudgetiert, d.h. sie werden für unbestimmte Zeit (vermutlich 2 Jahre) nun in allen KVen zu 100% vergütet und nicht mehr quotiert. In den meisten KVen betrug die Quotierung ca. 80%.

Wie geht es nun weiter?

Das Bundesministerium für Gesundheit hat nun vier Wochen Zeit den Beschluss zu beanstanden. Es wird nicht nur wichtig sein, dass die Verbände hier Eingaben machen, sondern auch, dass es Proteste aus der Psychotherapeutenschaft gibt. Wir werden dazu in den nächsten Tagen informieren, welche Aktionen sich die Verbände gemeinsam überlegen und hoffen dann auf Ihre Unterstützung.

Außerdem hat die KBV bereits angekündigt, dass sie gegen den Beschluss in der jetzigen Form klagen wird. Das wäre eine Premiere, wenn wir gemeinsam mit unserer Vertretung auf Bundesebene vor Gericht ziehen würden!

Quelle: Ulrike Böker, Jürgen Doebert, bvvp, 29.03.17

06.04.2017

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG von bvvp, DPtV und VAKJP:
Heutiger Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses
Verheerendes Ergebnis für die psychotherapeutische Versorgung

Berlin, 29.3.2017. Gegen die Stimmen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hat der Erweiterte Bewertungsausschuss heute einen versorgungsfeindlichen Beschluss gefasst. „Mit diesem Beschluss wird die gesamte Reform der Psychotherapie-Richtlinie ausgehebelt, die ab 1.4. 2017 umgesetzt werden soll“,
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erklären die drei Psychotherapeuten-Verbände. Damit würden die Reformbemühungen des Gesetzgebers, psychisch kranken Patienten einen zeitnahen Zugang zur Psychotherapie zu ermöglichen, nicht gefördert, sondern erschwert.
Der Beschluss sieht vor, die neuen Leistungen „Psychotherapeutische Sprechstunde“ und „Psychotherapeutische Akutbehandlung“ schlechter zu vergüten als die bisherigen psychotherapeutischen Leistungen. Mit diesem Sparprogramm der Krankenkassen sei die aufwändige Umstellung der Organisation der psychotherapeutischen Praxen nicht zu finanzieren, äußern die Verbände. „Es fehlt damit jede Anreizwirkung für die notwendige Veränderung“, kritisieren in einer ersten Stellungnahme die Psychotherapeutenverbände Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV), Bundesverband der Vertragspsycho- therapeuten (bvvp) und die Vereinigung analytischer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (VAKJP).
Die Beschlussfassung hätte auch genutzt werden können, die letzte Woche vom Marburger Sozialgericht* als rechtswidrig erkannte Systematik der Strukturzuschläge so zu verändern, dass alle Psychotherapeuten die vom Bundessozialgericht (BSG) für erforderlich gehaltenen normativen Personalkosten erwirtschaften können. So wurde eine Chance vertan, endlich eine Systematik der Psychotherapeutenvergütung zu beschließen, die den ewigen Kreislauf von Rechtsstreitigkeiten und Nachvergütungen beendet.
„Die jahrelange Arbeit der gemeinsamen Selbstverwaltung von KBV und GKV- Spitzenverband zur Verbesserung der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) braucht als Schlussstein eine dazu passende Vergütung“, betonen die Verbände. Die Vertreterinnen und Vertreter der Verbände äußerten einhellig: „Wir fordern das Bundesministerium für Gesundheit auf, den Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses zu beanstanden und auf einer rechtssicheren Lösung zu bestehen und damit der Reform der Psychotherapie-Richtlinie eine Chance zu geben.“
* Sozialgericht Marburg, Urteile vom 22.03.2017 - Az.: S 11 KA 8/15, S 11 KA 26/15 und S 11 KA 27/15.


Quelle bvvp, 29.03.17

06.03.2017

Die neue Psychotherapie-Richtlinie

Die neue Richtlinie ist am 1. April 2017 in Kraft getreten.

Regelungsbedarf und Fragen zur Durchführung – einige Aspekte in Kurzform

Ausführliche Informationen auch im bvvp-online-newsletter Nr. 8/16

1. Telefonische Erreichbarkeit

In der Richtlinie ist vorgegeben, dass die regelmäßige telefonische Erreichbarkeit der KV gemeldet werden und den Patienten klar ersichtlich sein muss. 200 Minuten/Woche sind nun Pflicht bei einem vollen Praxissitz, bei einem halbem 100 Minuten, in Einheiten von mindestens 25 Minuten. Diese Erreichbarkeit kann durch die PsychotherapeutIn persönlich oder durch Praxispersonal sichergestellt werden.

2. Sprechstunde

Ab 1. April 2017 sind von PsychotherapeutInnen grundsätzlich psychotherapeutische Sprechstunden anzubieten. PsychotherapeutInnen mit einem ganzen Praxissitz haben Sprechstundentermine von in der Regel 100 Minuten pro Woche anzubieten. Bei PsychotherapeutInnen mit halben Praxissitz sind es in der Regel 50 Minuten. Die KV-en können jedoch regional mehr oder weniger Sprechstundenzeiten vorschreiben. Diese Verpflichtung gilt für alle Psychotherapeuten, die über eine Abrechnungs-genehmigung für eine Richtlinienpsychotherapie verfügen. Die Therapeuten müssen ihrer KV auch die Organisationsform der Sprechstunde melden – also ob eine offene oder eine Bestellsprechstunde angeboten wird.

3. Verbindung mit den Terminservicestellen (TSS)

Wie lassen sich Angebot von Sprechstunden und Meldung an die jeweilige TSS gut koordinieren? Es ist im Moment unmöglich abzuschätzen, welchen Bedarf es tatsächlich gibt.

4. Anzeigeverfahren für die Akutbehandlung

In der Richtlinie heißt es: „Eine Leistung gemäß § 13 (Akutbehandlung) bedarf einer Anzeige gegenüber der Krankenkasse. Hierzu teilt die Therapeutin oder der Therapeut der Krankenkasse vor Beginn der Behandlung die Diagnose, Datum des Behandlungsbeginns (der Akutbehandlung) mit. Hier gibt es ein neues Formular.

5. Genehmigungsfiktion

Bei diesem Konstrukt zur Sicherung des BSG-Mindestvergütung gelten die Anträge für KZT 1 und KZT 2 dann als genehmigt, wenn die Kassen nicht innerhalb von drei Wochen antworten.

6. Fortführungsanträge

In Zukunft können die Kassen entscheiden, ob sie bei Fortführungsanträgen einen Bericht an den Gutachter wollen.

  • Für die Langzeittherapie wurde das erste Sitzungskontingent erweitert und es entfällt für alle Verfahren der zweite Bewilligungsschritt. Mit dem Fortführungsantrag kann künftig direkt das Höchstkontingent beantragt werden.
  • Der erste Bewilligungsschritt bleibt antrags- und gutachterpflichtig. Ob Anträge auf Fortführung der Psychotherapie gutachterpflichtig sind, liegt im Ermessen der Krankenkassen.

7. Gruppentherapie

Gruppentherapien gelten als gleichwertige, bei der Indikationsstellung zu berücksichtigende Anwendungsform. Um das Angebot von Gruppentherapien zu erleichtern und Anreize zu schaffen, wird in allen Verfahren die Mindestteilnehmerzahl auf drei Personen abgesenkt. Zudem ist nur noch eine Anzeige gegenüber der Krankenkasse und kein Antrag auf Genehmigung der Therapie mehr notwendig, wenn der Psychotherapeut das Behandlungssetting für bereits bewilligte Stunden in der Kurzzeittherapie ändern möchte.

8. Rezidivprophylaxe

In der Richtlinie heißt es: „Eine Entscheidung für oder gegen die Behandlung mit Stunden der Rezidivprophylaxe ist im Antrag der Langzeittherapie anzugeben. Sofern ein möglicher Einsatz der Rezidivprophylaxe bei Beantragung der Langzeittherapie noch nicht absehbar ist, ist dies im Bericht an den Gutachter zu begründen. Dafür wurde das Antragsformular neu gestaltet. Die Entscheidung, ob eine Rezidivprophylaxe nach Abschluss der Behandlung erfolgen soll oder nicht, soll in den Behandlungsplan Eingang finden.

9. Änderungen beim Gutachterverfahren

Eine regelhafte verkürzte Ausgestaltung der Berichte in mehreren Schritten ist verfahrensspezifisch in den Psychotherapie-Vereinbarungen verankert. In Zukunft soll ein Obergutachter auch bei der Kürzung von Kontingenten eingeschaltet werden können, wenn die Korrespondenzen des Therapeuten mit dem Erstgutachter kein zufriedenstellendes Ergebnis bewirkt.

Quelle: bvvp-Bundesverband, Online-newsletter Nr. 8/16

Quelle: http://www.kbv.de/html/1150_25927.php

20.12.2016

Die Sprechstunde wird Pflicht

Ab dem 1. April 2017 sind von PsychotherapeutInnen grundsätzlich psycho-therapeutische Sprechstunden anzubieten. Der G-BA hat es jetzt beschlossen, nachdem noch Änderungswünsche des Bundesministeriums für Gesundheit in die Richtlinienvorlage eingearbeitet werden mussten. PsychotherapeutInnen mit einem ganzen Praxissitz haben zukünftig Sprechstundentermine von in der Regel 100 Minuten pro Woche anzubieten, bei einem halben Praxissitz sind es in der Regel 50 Minuten. Die KV-en können jedoch regional mehr oder weniger Sprechstundenzeit vorschreiben, wenn dies zur Erfüllung ihres Sicherstellungsauftrags notwendig ist. Diese Verpflichtung gilt für alle Psychotherapeuten, die über eine Abrechnungsgenehmigung für eine Richtlinienpsychotherapie verfügen.
- Die Verpflichtung für PatientInnen, vor jeder weiteren psychotherapeutischen Maßnahme mindestens eine Sprechstunde im Umfang von 50 Minuten absolviert zu haben, wird nun doch erst am 1. April 2018 in Kraft treten. Das bedeutet, dass zunächst die Patienten wie bisher direkt in die Probatorik gehen können, sich also die bisherigen Zugangswege erstmal nicht verpflichtend ändern.
- Ferner müssen psychotherapeutische Praxen eine telefonische Erreichbarkeit sicherstellen und die Zeiten der KV melden: 200 Minuten/Woche bei einem vollen Praxissitz, bei einem halbem 100 Minuten, in Einheiten von mindestens 25 Minuten. Diese Erreichbarkeit kann durch die PsychotherapeutIn persönlich oder durch Praxispersonal sichergestellt werden.
- Der umstrittene Doku-Bogen war ebenfalls vom BMG beanstandet wurden. Auf ihn hat der G-BA nun verzichtet, der Abschnitt dazu in der Richtlinie wurde ersatzlos gestrichen.

Quelle: bvvp Bundesvorstand, 09.12.2016

01.12.2016

Gute Ergebnisse bei KV-Wahl 2016 in Brandenburg

Der 2. Vorsitzende des bvvp-Brandenburg, Stephan Grundmann, hat bei der Wahl zur VII. Vertreterversammlung auf einer Liste kandidiert, die 13 der 30 zu vergebenden Listenplätze gewonnen hat. Das berichtete er bei der letzten Mitgliederversammlung am 16.11.2016. Die Mehrheit der Kandidaten wären somatisch tätige Ärzte, vier Kandidaten Psychotherapie-orientierte Ärzte gewesen, darunter auch er selbst. Er habe nun einen Platz auf der Nachrückerposition inne. Dr. Alder, 1. Vorstand des bvvp Brandenburg, berichtete, dass man seiner Erfahrung nach auch in dieser Position häufig in der Vertreterversammlung tätig werde - ein positives Ergebnis für den bvvp und die PsychotherapeutInnen in Brandenburg.

Quelle: Protokoll des MV vom 16.11.2016

01.12.2016

Wahlergebnisse zur Kammerversammlung der Landesärztekammer Brandenburg 2016:

Sechs Sitze für unsere Liste

Diese Wahl finde alle vier Jahre statt. Gleich 5 psychotherapeutisch orientierte Kandidaten waren auf der Liste freier Arztberufe (FAB), geleitet von Dr. Stephan Alder, Vorstand des bvvp Brandenburg, vertreten, darunter auch die bvvp-Vertreter, Frau Dr. Kampmann-Schwantes und Herr Dr. Leitenberger. Die FAB-Liste konnte sechs Sitze für die Legislatur 2016-2020 gewinnen. Dr. Alder dankt im Namen des bvvp Brandenburg allen, die zu dem guten Ergebnis beigetragen haben.

Quelle: Protokoll der MV vom 16.11.2016

02.11.2016

Positive Nachricht für Jobsharing-Praxen

Der G-BA hat am 16.6.16 beschlossen, dass unterdurchschnittlich ausgelastete psychotherapeutische Jobsharing-Praxen in Zukunft ihr Kontingent auf den Fachgruppendurchschnitt plus 25% ausweiten dürfen.Diese Regelung soll unabhängig vom regionalen Versorgungsgrad gelten. Nun wurde der Beschluss im Bundesanzeiger veröffentlicht und kann somit von den Zulassungsausschüssen umgesetzt werden. Leider gilt diese Regelung nur für Praxen, die mit ihrem Leistungsvolumen unter dem Fachgruppendurchschnitt liegen.

Quelle: Ulrike Böker, bvvp, 21.09.16

02.11.2016

Honorare 2017: Nicht mal 1 Prozent Erhöhung

Die Bewertung der „alten“ Leistungen steht für nächstes Jahr schon fest. Demnach steigt der Orientierungswert für alle um 0,9 Prozent auf exakt 10,5300 Cent. Der Anstieg des Orientierungspunktwertes bringt insgesamt 315 Millionen Euro mehr in die Gesamtvergütung.

Konkret heißt das beispielsweise, dass in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) die Vergütung für eine genehmigungspflichtige Therapiestunde von 87,77 € nur um 79 Ct. auf 88,56 € anwächst. , die Probatorik wird mit 65,39 € (vorher 64,81 €) vergütet.

Der extrabudgetäre Zuschlag auf die Pauschale der fachärztlichen Grundversorgung beträgt mit 44 Punkten in 2017 dann 4,63 € und wird nicht quotiert.

Des Weiteren wurde der bundesweite Durchschnittsanstieg der sogenannten Morbiditätsrate auf 0,63% Steigerung festgelegt. Wie hoch der genaue Anstieg in den einzelnen KV-Bezirken sein wird, darüber verhandeln die regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen dann mit den Krankenkassen.Die Morbiditätsrate bringt einen minimalen Anstieg des Facharzttopfes, aus dem die nicht ausbudgetierten Restleistungen finanziert werden. Die neuen Preise gelten erst ab dem 1. Quartal 2017!

Quelle: bvvp-online-newsletter Nr. 11/16, 17.10.2016

09.05.2016

Obergrenze für Strukturzuschläge

Im Bewertungsausschuss wurde eine Korrektur am Beschluss vom letzten September vorgenommen: Die Kassen hatten gemerkt, dass sie “vergessen” hatten, eine Obergrenze für die sogenannten Struktur-Zuschläge einzufordern, und traten deshalb an die KBV heran, um dies zu korrigieren. Es schien der KBV sinnvoll, den Streit nicht zu eskalieren zu lassen – es wurde daher eine Obergrenze eingeführt, oberhalb derer es keine weiteren Zuschläge mehr gibt. Ab der Vollauslastung bzw. halben Vollauslastung (definiert nach der BSG Rechtsprechung) bis zu der beschlossenen Obergrenze gibt es in Zukunft den halbem Zuschlag.

Anders ausgedrückt: Bei vollen Sitzen wird der Zuschlag wie bisher bis zur Vollauslastung berechnet, dann folgen 6 Sitzungen pro Woche mit einem halben Zuschlag bis zur Obergrenze (der Zuschlagsfaktor bleibt also 0,5). Danach wird das bis dahin erreichte Zuschlagsvolumen eingefroren.

Bei halben Sitzen wird der Zuschlag wie bisher bis zur halben Vollauslastung berechnet, dann folgen drei Sitzungen pro Woche mit halbem Zuschlag bis zur Obergrenze, dann erfolgt die Einfrierung mit wieder sinkendem Zuschlagsfaktor.

Der finanzielle Schaden durch diese Regelung ist für volle Sitze eher gering, da nur verschwindend wenige Psychotherapeuten die 36. Sitzung überschreiten, aber auch bei halben Sitzen sind es erstaunlich wenige, die mehr als 18 Sitzungen erreichen. Diese Kolleginnen und Kollegen trifft diese neue Regelung dann AB DER 21. SITZUNG.

Wichtig bei der ganzen Diskussion war jedoch, dass es insbesondere für Inhaber von halben Sitzen weiterhin möglich ist, die Grenze von 18 Sitzungen überhaupt zu überschreiten.

Wichtig: Die neue Regelung gilt nicht für die Vergangenheit und die Nachberechnungen, sondern erst seit dem 1. April 2016. In den Abrechnungen durch die KV wird das - in Punkten ausgedrückt - folgendermaßen aussehen:

- bei vollen Praxissitzen mit Punktzahlen zwischen 162.733 und 325.467 pro Quartal wird der Zuschlag mit einem Quotienten zwischen 0 und 0,5 multipliziert und zu jeder Sitzung addiert. Zwischen 325.467 und 379.711 Punkten bleibt dieser Quotient bei 0,5. Darüber hinaus bleibt die Summe der Zuschläge in Euro gleich. Das heißt, weitere Sitzungen bekommen keinen Zuschlag. Rechnerisch wirkt sich das so aus, dass der von der KV errechnete Quotient, mit dem der Zuschlag multipliziert wird, wieder kleiner als 0,5 wird.

- Bei halben Sitzen gilt: zwischen 81.366 und 162.733 ist die Quote zwischen 0 und 0,5. Zwischen 162.733 und 189.855 wiederum konstant 0,5 und darüber gibt es keinen Zuschlag. Das heißt, die Quote sinkt, die Summe der Zuschläge in Euro bleibt ab der 21. Sitzung konstant. Für Viertel- oder Dreiviertel-Sitze gilt dies entsprechend.

Quelle: bvvp-online-Newsletter, 4/2016, 13.04.2016

Zum psychotherapeutischen Umgang mit Asylsuchenden –

Hinweise zur Arbeit mit Dolmetschern

Freundlicherweise machte Frau Dr. Wenk-Ansohn im Anschluss an die überaus aufschlussreichen Vorträge von ihr und Frau Dr. Emami vom 20. Januar 2016 den Mitgliedern unseres Landesverbands ein Hand-out des bzfo - Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin zugänglich, das auflistet, was im Einzelnen bei der Arbeit mit Dolmetschern in der therapeutischen Arbeit beachtet werden sollte.

(Bitte lesen Sie weiter im geschützten Bereich für Mitglieder)

Zum psychotherapeutischen Umgang mit Asylsuchenden – Vortrag Dr. Emami

Im Rahmen der letzten Mitgliederversammlung des bvvp- Brandenburg am 20. Januar 2016 referierten Frau Dr. Azadeh Emami, die über langjährige Erfahrung in der psychotherapeutischen Versorgung von Flüchtlingen verfügt, und Frau Dr. Mechthild Wenk-Ansohn, Leiterin der Ambulanten Abteilung für Erwachsene im bzfo - Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin, darüber, was bei der Behandlung Geflüchteter zu beachten und möglich sei.

Von zentraler Bedeutung sei es, so Dr. Emami, bereits beim Erstgespräch abzufragen, ob der Aufenthaltsstatus bereits geklärt sei oder nicht, so Frau Dr. Emami. Sei er ungeklärt, solle man zunächst ermitteln, wie groß die Angst vor Abschiebung bei dem Patienten sei. So habe sie zum Beispiel mehrere junge, suizidgefährdete Afghanen in Behandlung, die extrem auf die Behauptung des derzeitigen Afghanischen Präsidenten reagiert hätten, sein Land sei nun sicher, und man könne Flüchtlinge getrost dorthin zurückschicken. Solche Informationen oder auch Gerüchte könnten eine Welle der Verunsicherung nach sich ziehen.

Außer der drohenden Abschiebung erzeuge auch die drohende Versetzung von einem Ort an einen anderen, vor allem aber die Rückführung in andere, vornehmlich osteuropäische Länder (aber auch Belgien), große Angst. Man müsse also abklären, welche realen und weniger realen Horrorszenarien das Gegenüber belasteten.

(Bitte lesen Sie weiter im geschützten Bereich für Mitglieder)

Zum psychotherapeutischen Umgang mit Asylsuchenden:

Vortrag Dr. Mechthild Wenk- Ansohn vom bzfo-Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin

Im Anschluss an die Ausführungen von Frau Dr. Emami berichtete Frau Dr. Mechtild Wenk-Ansohn von ihren Erfahrungen bei der psychotherapeutischen Arbeit mit Geflüchteten als Leiterin der Ambulanten Abteilung für Erwachsene im bzfo - Zentrum für Folteropfer Berlin.

Zunächst wies sie darauf hin, dass nach den neuen Gesetzen Sonderermächtigungen für Kollegen aus den Herkunftsländern der Flüchtlinge eher möglich geworden seien – aber natürlich stelle sich oft das Problem der nötigen gleichwertigen Qualifikation im Richtlinienverfahren. Nach einer Gesetzesänderung könnten nun auch ärztliche oder psychologische Psychotherapeuten, die zuvor ggf. im Erstattungsverfahren gearbeitet haben, eine Ermächtigung zur Versorgung des Sonderbedarfes beantragen. Leider sei diese darauf begrenzt, Flüchtlinge mit Gesundheitskarte (oder Krankenschein vom Sozialamt) zu behandeln, das heiße, es gebe eine Begrenzung auf Geflüchtete, die unter das Asylbewerber-Leistungsgesetz fielen. Das sei jedoch problematisch, weil durch eine derartige Regelung die Kontinuität der psychotherapeutischen Arbeit vom jeweiligen Status des Flüchtlings abhänge. Infos über Sonderermächtigungen gebe die Bundespsychotherapeutenkammer auf ihrer Homepage.

Glücklicherweise sei auch ihre Erfahrung, dass nicht alle Flüchtlinge, die schreckliche Erfahrungen gemacht hätten, posttraumatische Belastungsstörungen oder andere psychisch reaktive Störungen ausprägten. Reihenuntersuchungen in der Bayernkaserne in München hätten zum Beispiel ergeben, dass 27 % der Bewohner PTBS ausgebildet hätten, weitere 14 % Depressionen. In der Aufnahmeeinrichtung in Zirndorf habe man bei insgesamt 45 % psychische Auffälligkeiten feststellen können, davon bei einer Zufallsstichprobe nur in 18 % eine PTBS.

In ihrer therapeutischen Einrichtung, dem bzfo (in dem sie die Leitung der Ambulanten Abteilung für Erwachsene innehat), befänden sich viele Behandelten in Langzeit-Psychotherapie, das bzfo biete auch Behandlung für Kinder und Jugendliche an, eine interkulturell arbeitende Tagesklinik sowie therapeutische und soziale Unterstützung in einem Wohnverbund für Frauen. Wegen des steigenden Bedarfes an psychotherapeutischer, psychiatrischer und sozialarbeiterischer Akutversorgung neu eingereister Geflüchteter führe die ambulante Abteilung bzfo seit Ende 2013 auch ein Akutbehandlungsprogramm durch. In diesem Programm würden die meisten Patienten im Schnitt nach einem halben Jahr Behandlung stabilisiert entlassen. Wenn der Aufenthalt noch nicht geklärt sei, verlängere dies oftmals die Behandlung, da es immer wieder zu Krisen komme, z.B. wenn Familienmitglieder in der Heimat in Gefahr seien. Auch am Ende der Akutbehandlung zeigten die Patienten noch Symptome, doch die weitere Verarbeitung des Erlebten sei für sie zu diesem Zeitpunkt des Migrationsprozesse oftmals noch „nicht dran“. Die Erfahrung, z. B. mit chilenischen Folteropfern der 70er Jahre, lehre, dass manchmal erst mit der Berentung oder durch triggernde Ereignisse Jahrzehnte später, eine Verschlimmerung der Symptomatik einträte und der Wunsch nach traumaorientierter Psychotherapie entstehe. Sie könne den Kollegen dennoch raten, sich jetzt traumaspezifisch fortzubilden, denn dieses Wissen brauche man auch in der Akutbehandlung - und voraussichtlich werde im Laufe der nächsten Jahre der Bedarf an Verarbeitung des Erlebten mit psychotherapeutischer Unterstützung steigen.