Über den bvvp - ein starker Verband

Der bvvp entstand 1994 aus regionalen Initiativen. Es war für die niedergelassenen Psychotherapeuten eine Zeit höchster finanzieller Bedrängnis und des Verfalls ihrer wirtschaftlichen Basis. Die in divergierenden Gruppierungen aufgesplitterten Psychotherapeuten konnten den Kassenärztlichen Vereinigungen, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und den Kassen kaum etwas entgegensetzen. Daraus wuchs die Erkenntnis, dass hier nur eine gemeinsame, die Kräfte bündelnde Interessenvertretung Abhilfe schaffen kann. Der bvvp ist der erste – und bisher einzige – Verband, der sich integrativ für die Interessen aller Vertragspsychotherapeuten einsetzt und damit berufsgruppen- und verfahrensübergreifend engagiert ist. Ihm gehören Ärztliche, Psychologische und Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten mit allen anerkannten Richtlinienverfahren an.

Struktur

Der Berufsverband der Vertragspsychotherapeuten- Brandenburg e.V. ist ein Teil des Dachverbands von 17 selbständigen, auf KV-Ebene arbeitenden Landes- und Regionalverbänden: Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordbaden, Nordrhein, Nordwürttemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein, Südbaden, Südwürttemberg, und Westfalen-Lippe. Der Dachverband unterstützt außerdem Kolleginnen und Kollegen in Bremen, Thüringen und Sachsen-Anhalt, in denen bisher ein Zusammenschluss zu einem Landesverband noch nicht organisiert werden konnte.
Mit bundesweit über 4.300 Mitgliedern in den regionalen Verbände ist er der mitgliederstärkste ‚gemischte‘ Berufsverband von Vertragspsychotherapeuten in Deutschland. Satzungsgemäß gehören dem Dachverband wie den einzelnen Verbänden alle Berufsgruppen und Therapierichtungen an. Ziel dabei ist auch die im Psychotherapeutengesetz festgelegte Integration der psychotherapeutischen Berufsgruppen. Auch beim bvvp-Brandenburg wird diese seit Jahren mit Erfolg praktiziert.

Berufpolitische Zielsetzungen und Erfolge

Der bvvp ist der erste – und bisher einzige – Verband, der integrativ für die Interessen aller Vertragspsychotherapeutenarbeitet. Außerdem setzt er sich dafür ein, dass das Auseinanderdriften der psychotherapeutischen Berufsgruppen, die in getrennten Berufskammern organisiert sind, über einen gemeinsamen, demokratisch legitimierten Beirat verhindert wird. Der bvvp engagiert sich gleichermaßen in den PP-KJP-Kammern und in den Ärztekammern, um die Arbeitsbedingungen aller Psychotherapeuten zu verbessern und um die Musterweiterbildungsordnungen von Ärzten, Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten einander anzugleichen. Außerdem kämpft der bvvp für angemessene und faire Kriterien für die berufs- und sozialrechtliche Zulassung neuer Psychotherapieverfahren und für die fachadäquate Weiterentwicklung von Psychotherapierichtlinien und Behandlungsleitlinien.

Der bvvp hat sein Augenmerk dabei immer darauf gerichtet, Verschlechterungen der Versorgung aufgrund von ökonomischen Interessen oder von Gruppenegoismen zu verhindern, und die Therapeut-Patienten-Beziehung vor schädlichen Kontrolleingriffen und vor überflüssiger Bürokratie zu schützen. Außerdem setzt er sich für die Vielfalt psychotherapeutischer Praxisstrukturen und wissenschaftlich anerkannter psychotherapeutischer Verfahren in der Versorgung ein mit der Überzeugung, dass die Psychotherapeuten nur so im Felde anderer Berufs- und Fachgruppen sowie gesundheitspolitischer Strömungen bestehen und ihre erfolgreiche Arbeit im Versorgungsalltag sichern können. Der bvvp vertritt die Interessen seiner Mitglieder auf Bundesebene gegenüber der KBV, den Kammern, den Krankenkassen, der Politik und der Öffentlichkeit.

Der bvvp hat in der Vergangenheit mit Erfolg u.a. für das Psychotherapeutengesetz und für die Punktzahlerhöhung der EBM-Reform ’96 gekämpft sowie die bundesweit durchgeführten Klageverfahren angeregt und koordiniert, durch die das für alle niedergelassenen Psychotherapeuten existenzsichernde Urteil des Bundessozialgerichtes zum 10-Pfennig-Punktwert zustande kam. Auch heute noch engagiert er sich erfolgreich mit Musterklagen aktiv für die Interessen aller Psychotherapeuten.

Der bvvp vertritt die Interessen seiner Mitglieder auf Bundesebene gegenüber der KBV, der Bundesärztekammer, den Krankenkassen, der Politik und der Öffentlichkeit. Derzeit setzt er sich intensiv ein für die seit 2009 ausgebliebene und dringend notwendige Überprüfung der Angemessenheit der Vergütung psychotherapeutischer Leistungen durch KBV und Krankenkassen.

Es bleibt noch viel zu tun! Hierfür brauchen wir einen starken Berufsverband wie den bvvp.